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Fernseh- und Computersucht
Wenn das Hobby abhängig macht
Fernsehen und Computerspiele sind für viele Menschen und vor allem Jugendliche eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Das ist nicht schlimm, riskant wird es jedoch, wenn dieser Zeitvertreib zur Sucht wird.
Woran erkennt man Fernseh- und Computersucht?
Typisch für Fernsehsucht ist ein permanentes Verlangen danach, ständig fernzusehen. Bei der Computersucht ist es das zwanghafte Verlangen, sich täglich mehrere Stunden mit dem PC zu beschäftigen. Dabei können es die Computerspiele (Spielsucht) sein, die jemanden an den PC fesseln oder auch das Internet.
Welchen Stellenwert sollten Fernseher und Computer haben?
Fernsehen, spielen und im Internet surfen können eine angenehme Möglichkeit sein, nach der Schule oder der Arbeit abzuschalten und sich kurz zu erholen. Jedoch sollten der PC und der Fernseher im Leben keinen größeren Stellenwert einnehmen.
Kann der Fernseher oder Computer wirklich zu einer Sucht werden?
Tatsächlich ist es so, dass alles, was jemanden fasziniert und Spaß macht, zur Sucht werden kann.
Um welche Art von Sucht handelt es sich?
Die Fernseh- und Computersucht ist zwar keine klassische stoffgebundene Sucht wie z.B. die Alkoholsucht, dafür aber eine psychische Sucht. Es sind keine Suchtstoffe, die abhängig machen, sondern der eigene Verstand, der nach einer bestimmten Tätigkeit süchtig geworden ist. Die so genannte Mediensucht ist noch nicht überall anerkannt, es scheint jedoch immer mehr Fälle zu geben.
Wie kommt es zur Fernsehsucht?
Der Einstieg in die Fernsehsucht ist häufig das tägliche Gucken von Serien, Daily Soaps, Telenovelas oder Shows. Diese Formate sind besonders tückisch, da sie jeden Tag fortgesetzt werden und immer dann aufhören, wenn es besonders spannend ist. So besteht der Reiz, am nächsten Tag wieder einzuschalten. Bei vielen Serienguckern bleibt es nicht bei einer Serie pro Tag. Fernsehsüchtige richten schließlich ihren kompletten Tagesablauf nach dem Fernsehprogramm aus.
Wie entsteht Computersucht?
Bei der Computersucht verläuft es ähnlich. Es fängt mit Computerspielen, Internetsurfen oder Chatten an. Gerade Computerspiele machen schnell süchtig, da man immer besser werden will, um das nächste Spiellevel zu erreichen.
Wo beginnt die gefährliche Spielsucht? Wie kann ich es verhindern, in die tiefen Abgründe der Spielleidenschaft gezogen zu werden? Und wie kann ich mich vor ihr schützen? Was sind die Ursachen? Ist Spielsucht eine Krankheit und gibt es eine Therapie, die hilft, davon loszukommen?
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Ab wann besteht die Gefahr einer Sucht?
Wer gerne fernsieht und sich mit dem PC beschäftigt, ist noch lange nicht gefährdet, süchtig zu werden. Gefährlich wird es erst dann, wenn das Fernsehen oder die PC-Welt wichtiger wird als Schule, Freunde und Hobbys.
Was macht die Faszination aus?
Gerade bei Problemen und Stress in der Schule, mit Freunden oder der Familie bieten das Fernsehen und der Computer eine Ablenkung, die es ermöglicht, alle realen Probleme zu verdrängen. Die Welt im Fernsehen oder in Computerspielen ist bunt, spannend und actiongeladen und erscheint viel einfacher und interessanter als das wirkliche Leben.
Welche Anzeichen für eine Sucht gibt es?
Anzeichen, dass der Zeitvertreib mit Fernsehen und Computerspielen über ein normales Maß hinausgeht und von einer Sucht gesprochen werden kann, gibt es viele. Fernseh- und PC-Süchtige reagieren nervös und gereizt, wenn der Fernseher oder PC einmal nicht zur Verfügung steht. Reflexartiges Einschalten des Fernsehers oder Computers, sobald man nach Hause kommt, sind ein weiteres Anzeichen für eine Sucht. Beim Fernsehen ist es auch das stundenlange Zappen durch die Kanäle. Süchtige schaffen es nicht, sich selbst Grenzen zu setzen und den Fernseher oder Computer mal einen Tag ausgeschaltet zu lassen. Typisch ist auch, dass sie wegen dieses Kontrollverlustes Schuldgefühle haben und versuchen, ihre Sucht zu verheimlichen.
Welche körperlichen Folgen können durch die Sucht entstehen?
Studien beweisen: Kinder und Jugendliche, die häufig vor dem PC oder Fernseher hocken, sind deutlich unaufmerksamer, zappeliger und nervöser als andere Kinder. Außerdem führt das ständige Herumsitzen dazu, dass man sich kaum noch bewegt und so schnell Rückenschmerzen oder Übergewicht bekommen kann.
Welche psychischen und sozialen Folgen kann die Sucht haben?
Auch die Psyche und das Sozialleben werden negativ beeinflusst. Wer ständig nur vor dem Bildschirm hockt, wird zunehmend unzufrieden mit sich, da im eigenen Leben nicht mehr viel passiert. Die sozialen Kontakte nehmen ab, da man seine freie Zeit nicht mehr mit den Freunden, sondern vor dem Fernseher oder PC verbringt, Hobbys und sogar die Schule werden vernachlässigt.
Einstieg in den Ausstieg
Wer seinen Fernseh- und PC-Konsum reduzieren möchte, muss sich feste Grenzen setzen. Mehr als 90 Minuten Fernsehen, am PC spielen oder im Internet surfen sollten es pro Tag nicht sein. Wer zu viel fernsieht oder sogar fernsehsüchtig ist, sollte den Apparat aus dem eigenen Zimmer verbannen. Außerdem sollte man darauf achten, den Fernseher nie aus Langeweile einzuschalten, sondern sich gezielt Sendungen auszusuchen. Danach sollte der Fernseher ausgeschaltet werden.
Vor allem sollte man sich aber andere „Hobbys“ als Fernsehen oder Computerspiele suchen. Zum Beispiel Lesen, Sport, Malen, sich mit Freunden treffen oder Kochen. Denn wenn Fernseher oder PC erst einmal ausgeschaltet sind, kann das wirkliche Leben beginnen!
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