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Cannabis

Die harmlose Droge?

Die Droge Cannabis hat unter Jugendlichen in den letzten Jahren an Popularität gewonnen. Dies mag daran liegen, dass sie als vermeintlich harmlos gilt. Jedoch ist Cannabis eine illegale Droge, deren Besitz, Handel und Anbau verboten ist, die eine Reihe von gefährlichen Gesundheitsschäden verursachen und abhängig machen kann. Vielen Jugendlichen scheint dies allerdings nicht bewusst zu sein.

Cannabis ist nach Alkohol und Tabak die am häufigsten konsumierte psychoaktive Substanz.

 

In welcher Altersgruppe wird vor allem Cannabis konsumiert?

Gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die Droge beliebt. In der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen haben 42 Prozent, also fast jeder zweite, schon einmal Cannabis probiert. Dabei ist der Anteil der Männer gegenüber dem der Frauen doppelt so hoch. Das Einstiegsalter für den Cannabiskonsum liegt in Deutschland bei durchschnittlich 15 Jahren.

 

In welcher Form wird Cannabis konsumiert?

Die Cannabispflanze gehört zu den Hanfgewächsen. Sie kann in unterschiedlichen Formen konsumiert werden. Am häufigsten in der Form von Marihuana (getrocknete Blüten und Blätter) und Haschisch (Harz der Blütenstände). Der Wirkstoff der Droge ist im Marihuana am höchsten.

 

Wie wird Cannabis geraucht und wie wirkt es?

Marihuana und Haschisch können als Joints, in Pfeifen und Wasserpfeifen geraucht werden. Jugendliche rauchen am liebsten den Joint. Durch die Aufnahme des Wirkstoffes über die Atemwege setzt die Wirkung der Droge Cannabis in der Regel sehr schnell ein. Je nach Menge des Wirkstoffes, der Konsumsituation und auch der Stimmung des Konsumenten kann die Wirkung der Droge sehr unterschiedlich und unberechenbar sein.

 

Welche Wirkungen und Nebenwirkungen gibt es beim Konsum von Cannabis?

Als angenehme Wirkung der Droge werden ein Gefühl der Entspannung, der Heiterkeit und ein gesteigertes Kommunikationsbedürfnis beschrieben. Diesen angenehmen Reaktionen auf die Droge stehen eine Reihe unangenehmer Wirkungen des Cannabis gegenüber, so dass der Konsum der Droge mehr als riskant ist.

 

Welche unangenehmen Wirkungen kann der Konsum mitbringen?

Niedergedrückte Stimmung, Angst und Unruhe können auftreten. Besonders risikovoll sind Panikreaktionen, Verwirrtheit und paranoide Wahnvorstellungen, da die Konsumenten in diesen Situationen sozusagen neben sich stehen. Gerade beim ersten Cannabiskonsum kommt es oft zu unangenehmen Wirkungen der Droge, da die Konsumenten vorher nicht wissen, was auf sie zukommt.

 

Welche körperlichen Folgen bringt der Konsum von Cannabis mit?

Beim Konsum der Droge Cannabis bleibt ein Einfluss auf die Gesundheit nicht aus. Cannabisrauch ist ebenso gesundheitsschädlich wie der Rauch einer herkömmlichen Zigarette. Bei Cannabis-Rauchern findet jedoch eine besondere Belastung der Atemwege statt, da im Cannabisrauch viele Fremdstoffe enthalten sind. Außerdem enthält der Cannabisrauch mehr Teer und krebserregende Stoffe als herkömmlicher Tabakrauch. Cannabis beeinflusst außerdem unser Hormon- und Immunsystem und kann z.B. den Menstruationszyklus von Frauen verändern.

 

Welche anderen Folgen können auftreten?

Cannabis schadet nicht nur der körperlichen Gesundheit. Es bestehen auch eine Reihe an psychischen und sozialen Risikofaktoren. Häufiger Konsum der Droge kann zu einer Verschlechterung der Lern- und Gedächtnisleistung und der Reaktionsgeschwindigkeit führen. Außerdem entwickeln die Betroffenen schnell eine psychische Abhängigkeit, bei der das Gefühl entsteht, ohne die Droge nicht mehr klarzukommen.

 

Wie verhält sich die Abhängigkeit bei Cannabis?

Die Abhängigkeit macht sich bei Cannabis allerdings nicht so leicht bemerkbar wie bei anderen Drogen. Die körperliche Abhängigkeit ist sehr gering und die psychische Abhängigkeit ist oft nur sehr schwer zu erkennen.

 

Wer ist besonders suchtgefährdet?

Gerade Jugendliche, die unsicher, schüchtern und depressiv sind, neigen dazu, ihre Probleme mit Drogen zu lösen. Sie sind besonders suchtgefährdet. Häufig lässt sich schwer feststellen, ob psychische Probleme durch die Abhängigkeit von der Droge verursacht wurden oder ob sie selbst der Grund für das Abrutschen in die Abhängigkeit sind.

 

 

Einstieg in den Ausstieg

Wer Cannabis raucht, sollte das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Auch bei seltenem Konsum kann sich schnell eine Gewöhnung an die Droge einstellen. Sollte dies der Fall sein, musst Du dagegen unbedingt etwas unternehmen. Als Einstieg in den Ausstieg bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Programm „Quit the shit – Cannabiskonsum in den Griff kriegen“ an. Das 50-tägige Online-Programm begleitet Dich bei Deinem Weg aus dem Cannabiskonsum.

www.drugcom.de

 

 


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